Eishockey einfach erklärt

Die Regeln
Quelle: http://wir-sind-eishockey.de

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Regeln

Im Eishockey stehen für jedes Team 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis und einer davon ist der Torwart. Dieser darf auch durch einen Feldspieler ersetzt werden. Eishockeyteams bestehen oft aus 20 oder mehr Spielern, die alle im Verlaufe eines Spieles zum Einsatz kommen.

Eishockey ist ein sehr intensiver Sport. Die Spieler sind meistens nur für etwa eine Minute am Stück auf dem Eis und werden dann schon wieder ausgewechselt. Ein Spielerwechsel wird beim Eishockey „Reihenwechsel“ genannt, da meistens alle 5 Feldspieler auf einmal ausgewechselt werden.

Da der Puck im Gegensatz zu einem Fußball relativ klein ist und Eishockey sehr schnell gespielt wird, kann man als Zuschauer schnell mal den Überblick verlieren. Deswegen blinken bei Spielen von Profiteams bei jedem Treffer Lichter hinter dem Tor. So bekommt wirklich jeder im Stadion mit, dass gerade ein Tor gefallen ist.

Die Spielzeit beträgt 60 Minuten, die in 3 mal 20 Minuten ausgetragen werden. Zwischen den Dritteln gibt es jeweils eine Pause von 15 Minuten. Bei einer Unterbrechung wird die Zeit angehalten. In diesen Unterbrechungen finden meistens auch die Spielerwechsel statt. Deswegen dauert ein Spiel meistens wesentlich länger als 90 Minuten.

Außerdem gibt es nach jedem Spieldrittel einen Seitenwechsel. Wenn es nach 60 Minuten unentschieden steht, geht es in die Verlängerung (Overtime) oder das Spiel wird durch Penaltyschießen (Shootout) entschieden. Die effektive Spielzeit wird Nettospielzeit genannt.

Das Spielfeld

Das Eishockeyspielfeld mit seinen bunten Linien und Punkten erscheint für einen Laien sehr unübersichtlich. Dabei hat jede Markierung einen Sinn. Wir erklären es Ihnen.

Das Feld wird durch die beiden blauen Linien in Drittel aufgeteilt. Die Zone, in der sich das Tor einer Mannschaft befindet, ist die Verteidigungszone. Dementsprechend wird das Drittel mit dem gegnerischen Tor zur Angriffszone. Verteidigungs- und Angriffszone nennt man auch Endzonen. Die neutrale Zone ist das mittlere Drittel.

Bei den Toren befinden sich die roten Torlinien. Im Eishockey darf auch hinter der Torlinie weitergespielt werden. Der Torraum wird durch eine hellblaue Fläche und einen roten Halbkreis markiert.

Der Bereich des Schiedsrichters ist durch einen roten Halbkreis abgegrenzt. Auf dem Spielfeld gibt es viele Punkte – einige mit Kreisen. Sie werden Anspielpunkte genannt. Nach einer Unterbrechung wird dort der Puck durch einen sogenannten Bully (Erklärung siehe unten) wieder ins Spiel gebracht.

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Regelverstöße

Im Eishockey geht es oft hart zur Sache und Schlägereien sind keine Seltenheit. Für viele Laien haben diese Auseinandersetzungen einen besonderen Reiz. Der Körpereinsatz ist jedoch ein wichtiger Bestandteil des Spiels. So ist es erlaubt, den Gegner „wegzuchecken.“ In der nordamerikanischen Profiliga (NHL) geht es übrigens deutlich brutaler zu als hierzulande. Dort werden Faustkämpfe oft nur mit einer 5-minütigen Zeitstrafe sanktioniert.

Damit das Ganze nicht komplett aus dem Ruder läuft, gelten, wie bei jeder anderen Sportart auch, feste Regeln. Wir haben die wichtigsten und häufigsten Regelverstöße zusammengefasst.

Auch beim Eishockey gibt es Abseits. Ein Abseits liegt vor, wenn sich mindestens ein Spieler der angreifenden Mannschaft im Angriffsdrittel befindet, bevor der Puck die blaue Linie überschritten hat. Wenn die Schiedsrichter auf Abseits entscheiden, wird das Spiel mit einem Bully (siehe unten) in der neutralen Zone fortgesetzt.

Zwar dürfen die Spieler den Puck auch mit dem Fuß kicken, allerdings ist es verboten, so ein Tor zu erzielen. Darüber hinaus sind Kicks mit dem Fuß nicht besonders effizient.

Ein weiterer klassischer Regelverstoß betrifft den Stock. Dieser darf nie über Schulterhöhe gehalten werden, sonst gibt es eine Zeitstrafe von 2 bis 5 Minuten für den Übeltäter. Bei übertriebener Härte, wie einem brutalen Foulspiel, kann der Spieler sogar für das gesamte Spiel gesperrt werden.

Zu den Fouls zählen außerdem Beinstellen, Stockschlagen oder Haken. Nach einem Regelverstoß wird meistens eine Mannschaftsstrafe von 2 – 5 Minuten verhängt. Für diese Zeit muss das Team auf den bestraften Spieler verzichten. Die entstandene Überzahlsituation bezeichnet man als Powerplay. Erzielt die Mannschaft in Überzahl ein Tor, darf der gesperrte Spieler wieder am Spiel teilnehmen.

Übertriebene Härte zieht meistens eine persönliche Strafe nach sich. Bei der wird der Übeltäter für 10 Minuten gesperrt. Das Team darf aber einen Ersatzspieler einwechseln. Für besonders brutale Vergehen wird eine Spieldauerdisziplinarstrafe vergeben. Dabei muss der Spieler den Spielbereich für den Rest der Partie verlassen und kann auch für die folgenden Matches gesperrt bleiben.


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