Das kleine Eishockey-Lexikon

Da die Sportart aus Nordamerika kommt, gibt es eine Reihe von englischen Fachbegriffen. Hier sind die wichtigsten:

Bully: entspricht einem Anstoß beziehungsweise einem Einwurf beim Fußball: Nach einer Unterbrechung bringt der Schiedsrichter den Puck an einem der roten Anspielpunkte wieder ins Spiel. Nach einem Tor, einem neuen Drittel oder einem Icing (siehe unten) findet der Bully beim mittleren blauen Anspielpunkt statt.
Ein Spieler aus jeder Mannschaft versucht bei einem Bully, den Puck für sein Team zu gewinnen. Die anderen Spieler befinden sich außerhalb der Anspielpunkte und dürfen erst eingreifen, wenn der Bully ausgeführt wurde.

Icing: unerlaubter Weitschuss: Wenn ein Spieler den Puck aus der eigenen Spielhälfte über die verlängerte Torlinie hinter das gegnerische Tor schießt oder ablenkt, entscheidet der Schiedsrichter auf Icing. Das Spiel wird in dem Drittel der zu bestrafenden Mannschaft mit einem Bully fortgesetzt. Verursacht ein Team ein Icing, darf es während der darauf folgenden Spielunterbrechung seine Spieler nicht wechseln. Befindet sich ein Team in Unterzahl, ist dieses von der Icing-Regel befreit.

Penalty: Strafschuss: Bei der Ausführung darf der gefoulte Spieler vom Mittelpunkt alleine auf den gegnerischen Torhüter zu fahren und versuchen, ein Tor zu erzielen. Der Schiedsrichter entscheidet dann auf Penalty, wenn eine klare Torchance durch ein Foul verhindert wurde. Meistens ist das der Fall, wenn der angreifende Spieler allein auf das gegnerische Tor zuläuft und dabei unfair gestoppt wird. Jedoch darf ein Penalty nur unter folgenden Voraussetzungen verhängt werden:
• Das Foul ist nicht in der Verteidigungszone der gefoulten Mannschaft passiert
• Der gefoulte Spieler war in Puckbesitz
• Der Spieler wurde von hinten attackiert
• Eine klare Torchance wurde verhindert
• Zwischen dem Gefoulten und dem Torwart befand sich kein weiterer Gegenspieler

Auf Penalty wird zum Beispiel auch dann entschieden, wenn ein Stock geworfen wird. Bei der Ausführung des Penalty gelten folgende Regeln:
• Nur der gefoulte Spieler darf den Penalty ausführen. Außer er hat sich bei dem Foul verletzt.
• Es dürfen sich nur der Penaltyschütze und der Torhüter auf dem Eis befinden
• Der Torwart darf solange den Torkreis nicht verlassen, bis der ausführende Spieler den Puck berührt hat
• Es gibt keine Nachschüsse

Overtime: Verlängerung: Steht es nach der regulären Spielzeit unentschieden, wird meistens eine Sudden Death-Overtime von 5 Minuten gespielt, um einen Sieger zu ermitteln. Dabei befinden sich nur noch 4 Feldspieler auf dem Eis. Fällt ein Tor, ist das Spiel zu Ende. Andernfalls wird das Spiel in einem Penaltyschießen entschieden. Zwischen den verschiedenen Eishockeyligen gibt es allerdings große Unterschiede bezüglich der Auslegung der Overtime-Regel.

Play-off Ausscheidungskampf: Im Play-off wird der Sieger einer Saison in einer Art Turniermodus ermittelt. An den Play-offs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nehmen 8 Mannschaften teil. Im Viertelfinale treffen Platz 1 und 8, Platz 2 und 7, Platz 3 und 6 sowie Platz 4 und 5 der Vorrunden-Abschlusstabelle aufeinander. Im Halbfinale spielt der Bestplatzierteste gegen den Schlechtplatziertesten der übrigen Teams. Die Play-offs werden im Best-of-Seven-Modus ausgetragen. So muss eine Mannschaft 4-mal gewinnen, um weiterzukommen.

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